+

NEWS

HUTMACHER

NEWS


Hier sehen Sie einen Überblick über alle News zur Kanzlei oder fachlichen Themen.

07.10.2016


Bei der Herstellung eines gemischt genutzten Gebäudes kann für den Vorsteuerabzug im Gegensatz zu …..
Vorsteueraufteilung bei gemischt genutzten Gebäuden
1. Bei der Herstellung eines gemischt genutzten Gebäudes kann für den Vorsteuerabzug im Gegensatz zu den Eingangsleistun­gen für die Nutzung, Erhaltung und Unterhaltung nicht darauf abgestellt werden, welche Aufwendungen in bestimmte Teile des Gebäudes eingehen; vielmehr kommt es insoweit auf die prozen­tualen Verwendungsverhältnisse des gesamten Gebäudes an.

2. Bei der Herstellung eines solchen Gebäudes ermöglicht der objektbezogene Flächenschlüssel regelmäßig eine sachgerechte und „präzisere“ Berechnung des Rechts auf Vorsteuerabzug als der gesamtumsatzbezogene oder der objektbezogene Umsatzschlüs­sel.

3. Die Neuregelung der Aufteilungsmethode für den Vorsteuerab­zug durch den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen § 15 Abs. 4 Satz 3 UStG kann eine Änderung der für den ursprüngli­chen Vorsteuerabzug maßgebenden Verhältnisse i.S. des § 15a Abs. 1 UStG bewirken.

4. Einer entsprechenden Vorsteuerberichtigung stehen weder die allgemeinen unionsrechtlichen Grundsätze der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes entgegen noch liegt darin eine ver­fassungsrechtlich unzulässige Rückwirkung in Vorjahre.

Richtlinie 77/388/EWG Art. 17 Abs. 5 Unterabs. 3, Art. 19 Abs. 1, Art. 20, UStG § 15 Abs. 4, § 15a

Urteil vom 10. August 2016, XI R 31/09

Vorinstanz: FG Düsseldorf vom 11. September 2009, 1 K 996/07 U (EFG 2010, 178)